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	<title>#Leserbrief &#8211; Miteinander GmbH</title>
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	<description>Für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen</description>
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	<title>#Leserbrief &#8211; Miteinander GmbH</title>
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		<title>Gedanken einer Mutter: Ich habe einen Traum!</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2019 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Leserbrief]]></category>
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					<description><![CDATA[…Ich habe einen Traum! Der erste Schultag meines Jüngsten! Ich habe ihn mir oft vorgestellt. Zuerst hätte er, genauso wie seine Brüder zuvor, gemeinsam mit mir den Festgottesdienst zu Ehren der Schulanfänger und Schulanfängerinnen in unserer Kirche besucht. Dann wären wir zu Fuß, gemeinsam mit den vielen erwartungsvollen Kindern und den anderen Muttis und Vatis, [&#8230;]]]></description>
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<p>…Ich habe einen Traum!</p>



<p>Der erste Schultag meines Jüngsten! Ich habe ihn mir oft vorgestellt.</p>



<p>Zuerst hätte er, genauso wie seine Brüder zuvor, gemeinsam mit mir den Festgottesdienst zu Ehren der Schulanfänger und Schulanfängerinnen in unserer Kirche besucht.</p>



<p>Dann wären wir zu Fuß, gemeinsam mit den vielen erwartungsvollen Kindern und den anderen Muttis und Vatis, Großeltern und Geschwistern in die nahe Volksschule gegangen. Ich und mein Bub hätten die Frau Lehrerin dann freudig begrüßt.</p>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex">
<p>Mein Sohn, der seine zukünftigen Schulkollegen und Schulkolleginnen ja alle bereits kennt, wäre deshalb nicht ganz so aufgeregt gewesen. Besser gesagt, er hätte sie alle gekannt, wenn nicht…<br><br>Drei Jahre lang hat er mit seinen Freunden im Kindergarten gespielt, Lieder gesungen, gelacht und getanzt. Alle haben die Gebärdensprache gelernt und sind stolz darauf, mit meinem Kleinen, mit den Händen sprechen zu können.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.miteinander.com/wp-content/uploads/2025/10/shutterstock_139238312-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4292" style="width:230px" srcset="https://www.miteinander.com/wp-content/uploads/2025/10/shutterstock_139238312-1024x683.jpg 1024w, https://www.miteinander.com/wp-content/uploads/2025/10/shutterstock_139238312-300x200.jpg 300w, https://www.miteinander.com/wp-content/uploads/2025/10/shutterstock_139238312-768x512.jpg 768w, https://www.miteinander.com/wp-content/uploads/2025/10/shutterstock_139238312-1536x1024.jpg 1536w, https://www.miteinander.com/wp-content/uploads/2025/10/shutterstock_139238312.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>



<p>Mein Sohn, er WAR Teil dieser Gemeinschaft.</p>



<p>Aber leider ist nun alles anders.</p>



<p>ER hat das Down Syndrom. Keine große Sache für ihn. Auch für uns, die Familie und die Freunde nicht. Er ist so wie er ist –EINZIGARTIG!</p>



<p>Aber für die Bürokratie unseres Schulwesens ist dieses Anderssein ein Defekt am 21. Chromosomenpaar. Und dieser Defekt ist so wesentlich, dass er nun nicht in seiner Heimatgemeinde unterrichtet werden darf.</p>



<p>Ich spüre noch immer den Schmerz, als man mir seitens der Schulbehörde mitgeteilt hat, dass eine Beschulung in der Schule vor Ort nicht möglich sei. Man habe nicht die personellen „Ressourcen“, um meinen Sohn am Heimatort zu unterrichten, wurde mir trocken mitgeteilt.</p>



<p>Seltsam, der Schmerz schmeckt bitter. So fühlt sich Einsamkeit an.</p>



<p>Wie wird er nun tatsächlich sein, dieser erste Schultag?</p>



<p>Wie wird es sein, wenn mein Sohn mich fragt, wo seine Freunde und Freundinnen sind?</p>



<p>Der Bus wird ihn dann in die Sonderschule bringen. Die Pädagoginnen dort werden sich sicherlich sehr bemühen…aber es bleibt dennoch eine Bitterkeit.</p>



<p>Warum darf er nicht bei uns im Ort zur Schule gehen? Er ist dort fest verankert.</p>



<p>Was wird man seinen Freunden sagen, wenn sie nach meinem Sohn fragen? Wird man sagen:“ Er ist beeinträchtigt und musste deshalb in eine andere Schule.“</p>



<p><br>Sieht so Inklusion aus?</p>



<p>In meinen Träumen geht er bei uns im Ort zur Schule. Alle Kinder kennen ihn und schätzen ihn für seine Fröhlichkeit, seine Neugierde und seine ehrliche Zuneigung.</p>



<p>Alle Lehrerinnen sind ihm zugetan, weil er so ist, wie er ist.</p>



<p>Er erobert die Welt und der Bus in die Sonderschule fährt ohne ihn los, weil wir ihn nicht brauchen.</p>
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		<title>Immer größer werdende Sorgen von Menschen mit Beeinträchtigungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2018 07:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Leserbrief]]></category>
		<category><![CDATA[#Mag.a Nicole Keplinger-Sitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die sehr engagierten Mitarbeiterinnen aus der Miteinander-Familienberatung sind tagtäglich mit den immer größer werdenden Sorgen der Kunden und Kundinnen konfrontiert. Mag.a Nicole Keplinger-Sitz hat die Schwierigkeiten wieder auf den Punkt gebracht. &#8222;Die Zeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Angehörige sind wahrlich nicht rosig: Einsparungen bei diversen Leistungen und mangelhafte Erhöhung des Pflegegeldes. Jetzt wurde [&#8230;]]]></description>
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<p>Die sehr engagierten Mitarbeiterinnen aus der Miteinander-Familienberatung sind tagtäglich mit den immer größer werdenden Sorgen der Kunden und Kundinnen konfrontiert. Mag.a Nicole Keplinger-Sitz hat die Schwierigkeiten wieder auf den Punkt gebracht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" width="400" height="250" src="https://www.miteinander.com/wp-content/uploads/2025/10/nicole-e1516089034391-400x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-4212" style="width:177px;height:auto" srcset="https://www.miteinander.com/wp-content/uploads/2025/10/nicole-e1516089034391-400x250-1.jpg 400w, https://www.miteinander.com/wp-content/uploads/2025/10/nicole-e1516089034391-400x250-1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure>
</div>



<p>&#8222;Die Zeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Angehörige sind wahrlich nicht rosig: Einsparungen bei diversen Leistungen und mangelhafte Erhöhung des Pflegegeldes. Jetzt wurde bekannt, dass in zahlreichen Fällen der Bezug der Familienbeihilfe sowie der erhöhten Familienbeihilfe für diese Menschen gestrichen wurde. Ein Lapsus, so das Ministerium, der nun rückgängig gemacht werden soll. Tatsächlich aber, wurde diese unhaltbare Situation erst durch Proteste von Menschen mit Beeinträchtigung bekannt. </p>



<p>Klammheimlich waren innerhalb der zuständigen Behörden zunächst die Streichungen angeordnet worden. Viele pflegende Angehörige, die ohnehin durch den Alltag belastet sind sowie die Betroffenen selbst, wurden aber schlichtweg in dieser prekären Situation im Stich gelassen. An den Bezug der Familienbeihilfe knüpfen auch andere Rechtsfolgen. </p>



<p>Ich erlebe derzeit in meinem Beratungsalltag eine Vielzahl von enorm geforderten Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen, die durch den Druck der Behörden massiv belastet sind. Sie fühlen sich als Bittsteller an den Rand gedrängt, obwohl sie jeden Tag Großartiges leisten. Es begleitet sie die permanente Sorge, welche Leistungen morgen oder übermorgen gekürzt und gestrichen werden!&#8220;</p>



<p></p>
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		<title>Groß waren die Hoffnungen vor 10 Jahren</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jan 2018 06:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Leserbrief]]></category>
		<category><![CDATA[#Mag.a Nicole Keplinger-Sitz]]></category>
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					<description><![CDATA[„Stellen Sie sich vor, Sie kaufen sich ein Auto, das dem neuesten Stand der Technik entspricht, aber Sie wollen sich das Geld für den Treibstoff sparen und fahren deshalb nicht zur Tankstelle. Das gute Gefährt vergammelt deshalb unbenutzt in der Garage. „Ziemlich dumm, oder?“, würden viele nun zu Recht urteilen. So in etwa, lässt sich [&#8230;]]]></description>
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<p>„Stellen Sie sich vor, Sie kaufen sich ein Auto, das dem neuesten Stand der Technik entspricht, aber Sie wollen sich das Geld für den Treibstoff sparen und fahren deshalb nicht zur Tankstelle. Das gute Gefährt vergammelt deshalb unbenutzt in der Garage. „Ziemlich dumm, oder?“, würden viele nun zu Recht urteilen. </p>



<p>So in etwa,<strong> lässt sich jedoch die aktuelle Situation</strong> für die Umsetzung des ab 1.Juli 2018 geltenden Erwachsenenschutzgesetzes beschreiben. Ein Gesetz das der UN-Behindertenrechtskonvention entspricht, aber leider will die neue Regierung die dringend notwendigen Mittel für eine adäquate Umsetzung nicht in die Hand nehmen. Groß waren die Hoffnungen als die Behindertenrechtskonvention vor 10 Jahren mit Pauken und Trompeten von Österreich ratifiziert wurde. </p>



<p>Endlich schien das antiquierte Modell der Sachwalterschaft durch die „unterstützte Entscheidungsfindung“ abgelöst zu werden…Was nun bleibt ist ein gesetzlicher Schwerbenhaufen der große Verunsicherung für Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Angehörige bringt. Es herrscht Ratlosigkeit und die Frage, wie den die neue Rechtslage ohne die versprochenen Finanzmittel ab 1.Juli 2018 bewältigbar ist.“</p>



<p><em>Mag.a Nicole Kepplinger-Sitz von der Miteinander Familienberatung</em></p>



<p></p>
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		<title>Barrierefreiheit ist ein Luxusgut</title>
		<link>https://www.miteinander.com/barrierefreiheit-ist-ein-luxusgut/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Sep 2017 08:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Leserbrief]]></category>
		<category><![CDATA[#Mag.a Nicole Keplinger-Sitz]]></category>
		<category><![CDATA[#Stellungnahme]]></category>
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					<description><![CDATA[Barrierefreiheit scheint nach wie vor ein Luxusgut zu sein. Es dürfte so manchen Verantwortlichen in der Politik entgangen sein, dass wir auf dem Weg zu einer immer älter werdenden Gesellschaft sind. Anstatt bei der Neuplanung bzw. bei Revitalisierungsmaßnahmen im öffentlichem Wohnbau dieses Faktum mitzubedenken, will man zukünftig aus Kostengründen auf die Umsetzung der Barrierefreiheit teilweise [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Barrierefreiheit scheint nach wie vor ein Luxusgut zu sein.</p>



<p>Es dürfte so manchen Verantwortlichen in der Politik entgangen sein, dass wir auf dem Weg zu einer immer älter werdenden Gesellschaft sind.</p>



<p>Anstatt bei der Neuplanung bzw. bei Revitalisierungsmaßnahmen im öffentlichem Wohnbau dieses Faktum mitzubedenken, will man zukünftig aus Kostengründen auf die Umsetzung der Barrierefreiheit teilweise verzichten. Oftmals ist die Aufgabe der eigenen vier Wände und die Suche nach einem Platz in einem Altenheim oder eines Behindertenwohnplatzes die einzige Alternative.</p>



<p>Wo sollen gebrechliche Menschen, Menschen mit einer Körperbeeinträchtigung, Eltern mit ihren beeinträchtigten Kindern zukünftig wohnen? Schon jetzt sind diese Menschen auf der verzweifelten Suche nach barrierefreiem leistbarem Wohnraum. So muss einer meiner Kunden von seinen Söhnen in den zweiten Stock getragen werden. Müssen alleinerziehende Mütter die gehbeeinträchtigten Kinder über zahlreiche Stufen schleppen. Was tun, wenn der Partner nach einem Schlaganfall schwer körperlich beeinträchtigt ist?</p>



<p>Als Familienberaterin für Menschen mit Beeinträchtigungen würde ich mir ein Recht auf eine barrierefreie Wohnung – siehe UN-Behindertenrechtskonvention – wünschen. Viele Sorgen blieben den Betroffenen erspart.</p>



<p>Beste Grüße,<br>Nicole Keplinger-Sitz, Mag.a</p>



<p></p>
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		<title>Pflegegeld und Mindestsicherung</title>
		<link>https://www.miteinander.com/pflegegeld-und-mindestsicherung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Aug 2017 08:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Leserbrief]]></category>
		<category><![CDATA[#Pflegegeld]]></category>
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					<description><![CDATA[Leserbrief von Mag. Nicole Keplinger-Sitz (Miteinander – Familienberatung) zum Thema: Die Bewertung des Pflegegeldes bei der Berechnung der Mindestsicherung! Ein Fall in NÖ hat dieser Tage die Wellen der Empörung hochschlagen lassen. Es geht um die Mindestsicherung und die sehr eigenwillige Interpretation der Behörden des Pflegegeldes als Einkommen. Seit Jahren weisen Betroffene und deren Interessensvertretungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Leserbrief von Mag. Nicole Keplinger-Sitz (Miteinander – Familienberatung) zum Thema:</strong></p>



<p><strong>Die Bewertung des Pflegegeldes bei der Berechnung der Mindestsicherung!</strong></p>



<p>Ein Fall in NÖ hat dieser Tage die Wellen der Empörung hochschlagen lassen. Es geht um die Mindestsicherung und die sehr eigenwillige Interpretation der Behörden des Pflegegeldes als Einkommen.</p>



<p>Seit Jahren weisen Betroffene und deren Interessensvertretungen energisch darauf hin, dass das Pflegegeld bei der Berechnung der Mindestsicherung nicht als Einkommen gewertet werden darf.</p>



<p>Mit der gleichen Beharrlichkeit wird die Tatsache, dass das Pflegegeld einen pflegebedingten Aufwandersatz darstellt, von den oberösterreichischen Behörden&nbsp;ignoriert.</p>



<p>Regelmäßig muss ich meinen alleinerziehenden Klientinnen die ihre Kinder mit Behinderung pflegen erklären, dass das Pflegegeld als Einkommen gewertet wird. Kommt es dann zu Pflegegelderhöhungen (weil der Pflegeaufwand steigt), wird dem durch Reduzierung der Mindestsicherung umgehend Rechnung getragen.</p>



<p>Vielfach müssen diese Eltern/Mütter sämtliche pflegebedingten Ausgaben nachweisen, damit sie zumindest einen kleinen Mindestsicherungsbetrag erhalten. Wenn die Eltern dann noch Sachwalter ihrer Kinder mit Behinderung sind, müssen sie vor dem Gericht darlegen, weshalb sie das Pflegegeld für Miete, Strom und das tgl. Leben verbrauchen, da das Pflegegeld ja Aufwandersatz und nicht Einkommen sei.</p>



<p>Auch für Banken bedeutet das Pflegegeld kein Einkommen, weshalb diese Menschen wegen „Einkommenslosigkeit“ dann keinen Kredit erhalten.</p>



<p>Volljährige Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen müssen bisweilen ihre meist wenig begüterten Eltern auf Unterhalt klagen, weil die Behörden dies als Voraussetzung für die Beantragung der Mindestsicherung verlangen. Man kann sich ausmalen, wie belastend das für das gesamte Familiengefüge ist.</p>



<p>Es hat den Anschein, als würde das Pflegegeld je nach dem ob es für die jeweilige Behörde opportun ist oder nicht, als Einkommen oder Aufwandersatz bewertet werden. Rechtsstaatlich ist das höchst bedenklich und sozial ist das allemal nicht!</p>



<p>MfG<br>Mag. Nicole Keplinger-Sitz</p>



<p></p>
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